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ChronikUm den in Deutschland immer mehr beliebten Schießsport auch im Ort Trippstadt ausüben zu können, trafen am 17. November 1957 eine Anzahl Personen zusammen und gründeten einen Schützenverein. Der Verein wurde nach dem in früheren Jahren hier wohnhaften und weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten Freiherrn von Gienanth benannt. Dank dessen, dass sich unter den 19 Gründungsmitgliedern einige Idealisten befanden, konnte nach ganz kurzer Zeit schon der Schießsport mit Luftgewehren aufgenommen werden. Als Schießstätte stand uns die Kegelbahn im Vereinslokal Reckel (Anm.: heute 'Zum Schwan') zur Verfügung. Dort konnte jedoch nur auf 2 Ständen geschossen werden. Alsbald erweisen sich, wegen der sehr regen Schießbeteiligung die Räumlichkeiten als zu eng. Es bestand nun der Wunsch, eine größere, wenn möglich eine eigene Schießstätte zu erstellen. Für die Vereinsleitung galt nun das Ziel, den Wunsch in die Tat umzusetzen. Als erstes wurde ein Gründstück, gelegen in der Gewanne 'Mandelteich', vom Verein käuflich erworben. Alsdann hieß es, einen Bauplan zu fertigen. Diese Arbeit übernahm unser Mitglied Ingenieur Heribert Weimer. Der eingereichte Bauplan wurde genehmigt, jedoch wurde uns die Genehmigung von Seiten der Gemeindeverwaltung Trippstadt streitig gemacht. Bei einer übergeordneten Dienststelle haben wir unser Recht verteidigt und auch gefunden. Nach über zweijährigen Wartezeit konnten wir mit dem Bau beginnen. Dem unermüdlichen Streben einiger Mitglieder ist es zu verdanken, dass am 29. August 1964 die erwünschte, neuerrichtete vereinseigene Schießstätte öffentlich ihrer Bestimmung übergeben werden konnte. Die erstellten Baulichkeiten wiesen einen Kostenaufwand von 32 000,- DM auf (Anm.: Wer weiß, wie lange diese Seite bestehen wird ? Sicherheitshalber 32 000,- DM entsprechen 16 361,34 Euro, auch wenn damals garantiert noch niemand an die europäische Gemeinschaftswährung gedacht hat). Größtenteils wurde der Kostenaufwand durch Eigenleistungen und durch Spenden der Sport- und Kreisverbände bestritten. Nach einigen Jahren, in denen die Gemeinschaft der Schützenfamilie und das Erhalten unseres schmucken Schützenhauses oberstes Ziel des Vereins war, regte sich ab dem Ende der 80er Jahre der Wunsch nach Veränderung und vor allem Verbesserung der sanitären Einrichtungen. So dann wurden die Pläne geschmiedet, das Schützenhaus zu erweitern und zu modernisieren. Erneut Heribert Weimer brachte diese Pläne zu Papier und die Anträge einen entsprechenden Zuschuss waren schnell eingereicht. Es dauerte dann aber eine lange, fast zu lange Zeit, bis aus diesen Träumen und Wünschen Arbeitseinsätze beim Anbau wurden. Bis dahin wurde jedem, der den Kopf in die Tür steckte, gerne davon erzählt und der eine oder andere soll es sogar geglaubt haben. In der Echtwelt entwickelte sich jedoch in den 90er Jahren eine neue Generation von Trippstadter Schützen. Wurde die sportliche Leistungsfähigkeit von befreundeten Vereinen gerne und sicher nicht ganz unzutreffend bis dahin mit 'Schlumpfschützen' charakterisiert, so kam neben der Gemeinschaft inner- und außerhalb des Schützenhauses ein andere Aspekt in den Focus der Mitglieder: sportliches Schießen ! (Anm.: Inwieweit die erste Schießhose eines Trippstädter Schützen zu dieser Entwicklung beigetragen hat, lässt sich schwer abschätzen, zumal der besagte Schützen eigentlich ein 'reigeritschter Ostfriese aus dem wunderschönen und weit von Ostfriesland entfernten Ostholstein war). Bisheriger Höhepunkt des sportlichen Aufschwungs (Anm.: zum Zeitpunkt des Schreibens) ist der Aufstieg der ersten Luftgewehrmannschaft in die Bezirksklasse 2002, während zwei weitere Luftgewehrmannschaften sich erfolgreich in der Kreisliga behaupten können und die Luftpistolenmannschaft der Sprung in eben diese Kreisliga geschafft hat. Weiterhin wichtig war in den 90er Jahren aber natürlich auch die Erhaltung unseres Schützenhauses. Viele kleine und einige größere Mühen ließen die Atmosphäre im dem schon etwas in die Jahre gekommenen Gemäuers angenehm bleiben oder werden: So wurden die Fassade erneuert und verputzt, das Dach neu eingedeckt oder die Fenster mit neuen Gardinen verschönert. Leider konnte dies nicht das Grundproblem, den sanitären Notstand, wirklich verbessern. Aber es scheinen doch noch Wunder zu geschehen: Denn im Jahre 2001, es war der 17.November, kam der Bescheid, dass unser Zuschuss genehmigt worden sei. Man müsse nur noch aktualisierte Unterlagen von uns haben. Wie sich die Zeiten doch manchmal gleichen, denn mit diesem Bescheid waren wir noch lange nicht am Ziel. Es erforderte wieder harte Kämpfe und den Einsatz aller Mittel, um unseren Zuschuss auch tatsächlich zu bekommen, war doch unser Objekt nach 12 Jahren mit einem Mal nicht mehr förderungswürdig wegen fehlender Größe ! Letztlich waren wir aber erfolgreich, auch wenn wir keinen überdachten 100m Kleinkaliberstand für eine Million Euro bauen wollten, und so wurde am 15.März 2002 der Grundstein zum Anbau gelegt. Nach über zweijähriger Bauzeit, in der sicher die eine oder andere Ehekrise aufgrund von zunehmender Entfremdung aufgetreten sein wird, wurde der Anbau am 29. August 2004, genau 40 Jahre nach der Einweihung des Schützenhauses, feierlich seiner Bestimmung übergeben. In guter Tradition wurde das 50-jährige Jubiläum des Vereins anlässlich des Kreisschützenfestes des Sportschützenkreises Kaiserslautern-Donnersberg am 28. April 2007 in der Karlstalhalle zu Trippstadt gemeinsam mit über 250 Gästen aus der großen Schützenfamilie und dem Ort gefeiert. Im Jahre 2008 wurde dann im wahrsten Sinne des Wortes "Berge versetzt": Hinter dem Schützenhaus wurde eine 70m-Bogenbahn in den Pfälzer Wald gebaut, die sicherlich zu den schönsten ihrer Art gehört. Ein sportlich bemerkenswertes Jahr war 2009: Dass die Trippstadter Schützen erstmals als Bogenschützen in Erscheinung traten, war als Konsequenz aus dem Bau der Bogenbau sicherlich noch nicht sehr überraschend. Nicht zu erwarten war aber, dass die erste Luftgewehrmannschaft erstmals den Aufstieg in die Pfalzliga schaffte.
Wie es weiter gehen wird in den nächsten Jahren, vielleicht bis zum 75jährigen Vereinsbestehen im Jahr 2032, steht noch in den Sternen. Wenn es wichtige Ereignisse geben wird, so wird man sie in der Vereinschronik wiederfinden. Und wenn nichts aufregendes passiert, so gibt es den Verein sicherlich trotzdem noch.........
Anmerkung zu den Anmerkungen: Dieses sind persönliche Meinungen des Webmasters, die nicht unbedingt die Vereinsmeinung widerspiegeln. Der nächste Webmaster darf sie gerne ändern oder löschen. |
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